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Skoliose (Wirbelsäulendeformität des Erwachsenen) – OP in Istanbul

Die Wirbelsäulendeformität des Erwachsenen ist eine dreidimensionale Krümmung der Wirbelsäule: Seitwärtskrümmung (Skoliose), Vorwärtsbeugung (Kyphose) und eine nach vorn geneigte Haltung, wenn sich die Lendenkrümmung abflacht. Anders als bei der kindlichen Skoliose ist beim Erwachsenen das Hauptproblem der Schmerz und das Haltungsungleichgewicht. Diese Seite erklärt für Patientinnen und Patienten, die uns aus Istanbul erreichen, in einfachen Worten, was die Skoliose des Erwachsenen ist, welche nicht-operativen Optionen es gibt und warum eine Operation eine sorgfältige Entscheidung erfordert.

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Was ist die Wirbelsäulendeformität des Erwachsenen?

Die Wirbelsäulendeformität des Erwachsenen ist eine dreidimensionale Krümmung der Wirbelsäule bei einer Person, deren Skelettwachstum abgeschlossen ist. Der häufigste Typ ist die degenerative Deformität, die sich mit altersbedingtem Verschleiß über die Zeit entwickelt (abnehmende Bandscheibenhöhe, Facettengelenkarthrose, osteoporotische Brüche). Bei manchen Patienten schreitet eine Skoliose aus der Kindheit ins Erwachsenenalter fort. Anders als bei der jugendlichen Skoliose steht hier nicht das Aussehen, sondern der Schmerz und der Funktionsverlust im Vordergrund.

Warum ist das sagittale Gleichgewicht wichtig?

Das wichtigste Konzept für die funktionellen Ergebnisse bei der Deformität des Erwachsenen ist das sagittale (seitlich betrachtete) Gleichgewicht. Damit die Wirbelsäule aufrecht stehen kann, muss die natürliche Krümmung des unteren Rückens (Lordose) erhalten bleiben. Ist dieses Gleichgewicht gestört, kompensiert der Patient durch Beugen von Hüften und Knien, um aufrecht zu stehen; das führt zu rascher Ermüdung und einer nach vorn geneigten Haltung. Bei der Beurteilung messen im Stehen angefertigte Ganzwirbelsäulen-Aufnahmen und spino-pelvine Parameter dieses Gleichgewicht; die Entscheidung wird nicht nur anhand des Krümmungswinkels, sondern auch des Gleichgewichts getroffen.

Symptome

Die häufigste Beschwerde sind Kreuz- und Rückenschmerzen, die beim Stehen und Gehen zunehmen und in Ruhe teilweise nachlassen. Bei sagittalem Ungleichgewicht wird der Patient in eine nach vorn geneigte, rasch ermüdende Haltung gezogen. Bei begleitender Kanalstenose können Beinschmerz und Beinermüdung beim Gehen (neurogene Claudicatio) auftreten. Eine veränderte Erscheinung (Rundrücken, Rumpfasymmetrie, Größenverlust) und eine verminderte Lebensqualität begleiten sie oft.

Zuerst die nicht-operative Behandlung

Bei Patienten mit leichten bis mäßigen Beschwerden und ohne ausgeprägtes Ungleichgewicht ist der Ansatz konservativ: Bewegung und Physiotherapie, Kräftigung der Rumpfmuskulatur, Schmerzmanagement, Behandlung einer etwaigen Osteoporose und Injektionen in ausgewählten Fällen. Ziel ist es, den Schmerz zu kontrollieren und die Funktion zu erhalten. Da die Deformitätschirurgie des Erwachsenen ein großer Eingriff ist, werden bei geeigneten Patienten zuerst nicht-operative Optionen geprüft.

Die Operation: eine große Entscheidung

Eine Operation wird bei fortschreitender Deformität, ausgeprägtem sagittalem Ungleichgewicht, auf die nicht-operative Behandlung nicht ansprechendem Schmerz und neurologischem Verlust erwogen. Ziel ist es, Gleichgewicht und Lendenlordose zusammen mit einer Dekompression, die dem Nerv Platz schafft, wiederherzustellen; zu den Techniken gehören Fusion und Instrumentation, bei Bedarf Osteotomien und in geeigneten Fällen minimalinvasive Verfahren. Diese Operation ist ein großer Eingriff, und das Komplikationsrisiko kann besonders bei älteren oder osteoporotischen Patienten höher sein; deshalb werden Patientenauswahl und Planung mit großer Sorgfalt vorgenommen. Kein Ergebnis wird garantiert; Erwartungen und Risiken werden von Anfang an offen besprochen.

Quellen

1Greenberg MS. Greenberg's Handbook of Neurosurgery. 10th ed. Thieme; 2023:1352-1361.
2Winn HR, ed. Youmans Neurological Surgery. 6th ed. Saunders; 2011.
3Schwab F, et al. Scoliosis Research Society—Schwab Adult Spinal Deformity Classification. Spine. 2012.
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Häufig gestellte Fragen

Ich habe eine Skoliose – brauche ich unbedingt eine Operation?

Nein. Bei Erwachsenen mit leichten bis mäßigen Beschwerden und erhaltenem Gleichgewicht kommen Bewegung, Physiotherapie und Schmerzmanagement zuerst. Eine Operation kommt nur bei ausgeprägtem Ungleichgewicht, fortschreitender Deformität oder resistenten Beschwerden infrage.

Muss ich bei großem Krümmungswinkel sofort operiert werden?

Der Krümmungswinkel allein bestimmt die Entscheidung nicht. Beim Erwachsenen sind die eigentlichen Bestimmungsfaktoren das sagittale Gleichgewicht, der Schmerz und der Funktionsverlust. Viele gut ausbalancierte Patienten mit wenigen Beschwerden können ohne Operation beobachtet werden.

Ist die Operation riskant?

Die Deformitätschirurgie des Erwachsenen ist ein großer Eingriff, und ihre Risiken variieren je nach Person, Alter und Knochenqualität. Deshalb werden Patientenauswahl und Planung mit großer Sorgfalt vorgenommen; kein Ergebnis wird garantiert, und die Risiken werden vorab klar erläutert.

Wie erhalte ich aus Istanbul eine Beurteilung?

Sie können uns per Telefon/WhatsApp (+90 533 075 72 94) erreichen und durch das Teilen Ihrer im Stehen angefertigten Ganzwirbelsäulen-Aufnahmen und Ihrer MRT eine erste Beurteilung erhalten. BVS Doctors beurteilt Ihre Situation mit vielen Jahren fachärztlicher Erfahrung gemeinsam mit Ihnen.

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